Die Formel „Religion ist Privatsache“ ist gegenwärtig hochbeliebt - in Talkshows, in Facebook-Kommentaren, etc. Allerdings ist diese Formel höchst ambivalent und in ihrer Wirkungsgeschichte janusköpfig. Ich habe mir einige Überlegungen dazu gemacht. 

Hier der Link zum Text:


Um Identitätspolitik wird gegenwärtig kontrovers diskutiert. Sowohl "linke" wie "rechte" Orientierungen nehmen den Begriff für sich in Anspruch bzw. bestreiten dessen Legimitimität. Auch aus der Perspektive der Theologie lässt sich dazu etwas sagen. Hier meine Überlegungen dazu:

Die Landessynode der Evangelischen Kirche im Rheinland hat am 6. Februar 2025 beschlossen, in Wuppertal ein theologisches Bildungscampus zu errichten. Dieser Beschluss enthält zugleich die Vorgabe, „den Betrieb der Kirchlichen Hochschule in ihrer bisherigen Form spätestens Ende März 2027 zu beenden.“ Damit wird es ab diesem Zeitpunkt die traditionsreiche Kirchliche Hochschule in Wuppertal nicht mehr geben. Darüber hat es in mehreren Facebook-Posts einen intensiven und kontroversen Austausch gekommen, der einer weiteren Vertiefung würdig ist. Dazu möchte ich einen Beitrag leisten - und zwar in einer möglichst kurzen Form, die zugleich die Komplexität der zur Diskussion stehenden Problematik gerecht werden kann. Meine Überlegungen haben die langjährige Erfahrung an verschiedenen Hochschulen als Lehrender und in universitären Leitungstätigkeiten (KiHo Wuppertal, Unis Mainz, Heidelberg und Basel) zum Hintergrund.

Ich kann über Henning Luther nicht aus der Distanz herausschreiben. Henning Luther war einer meiner engsten persönlichen Freunde. Wir teilten unseren akademischen Lebensweg: Studium an der Evangelisch-Theologischen Fakultät der Johannes-Gutenberg-Universität Mainz, Assistentenzeit dort bei Gert Otto, Promotion und Habilitation. Er war mir immer zwei bis drei Jahre voraus. Erst durch die Rufe auf Professuren trennten sich unsere Wege räumlich. Er ging nach Marburg, ich zunächst ins Pfarramt nach Ludwigsburg und dann auf die erste Professur in Wuppertal. Der frühe Tod Henning Luthers im Jahre 1991 war ein tiefer Einschnitt auch in meinem Leben.

Wenn ich gelegentlich gefragt werde, etwas über Henning Luther zu schreiben, dann ist das auch für mich immer wieder eine Begegnung mit seiner faszinierenden Theologie. Hier ein neuer Aufsatz, der gerade in der Zeitschrift „Zeitschrift für Pastoraltheologie“ erschienen ist.

Hier ein aktueller persönlicher kritischer Rückblick auf meine Habilitationsschrift „Praktische Theologie und Ästhetik“, die vor knapp 40 Jahren erschienen ist.

Karl Barth's Schrift "Theologosche Existenz heute" in ihrer Wirkung im Vergleich mit Karl Kraus

Ich habe mich bereits vor längerer Zeit mit der Frage nach dem Profil des Pfarramtes beschäftigt. Man merkt dem Text an, dass er zu Hoch-Zeiten der Diskussion um die Postmoderne entstanden ist. Aber ich habe den Eindruck, dass er auch in unsere ganz anders geartete Situation heute hinein zu sprechen vermag. Und nicht zuletzt ein durchaus aktueller Beitrag zum Umgsng mit dem „PfarrerInnenmangel“ sein mag. 

In den letzten Tagen vor Palmsonntag 2025 wurde intensiv über die Aufführungspraxis der grossen Passionen von Johann Sebastian Bach diskutiert - vor allem in Bezug auf die implizierte antijudaistische Theologie. Hier ein meines Erachtens gutes Beispiel eines Programmhefts mit einem Essay des Berliner Kollegen Jens Schroeter. Es war eine Aufführung in der Basler Martinskirche am Samstag vor Palmsonntag. Wie ich beobachten konnte, wurde vor der Aufführung und in der Pause intensiv im Programmheft gelesen.

Gab es eine Mainzer Praktische Theologie?

Gab es eine Mainzer Praktische Theologie?

Lernen Sie uns kennen

Ich bin erfahren, verlässlich sowie jederzeit auf gute Ergebnisse fokussiert und weiß es zu schätzen, mit großartigen Kunden zusammenzuarbeiten.